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22.01.2010, 19:30 Uhr
Vorstandswahlen des CDU Stadtverbands Ehingen
Die Mitgliederversammlung des CDU-Stadtverbands Ehingen bestätigt alle Amtsinhaber mit großer Mehrheit, nur wenige Neuerungen.
77 Mitglieder waren gekommen und gaben ihr Votum bei den Vorstandswahlen ab. Herbert Brandl  schenkten 96% ihr Vertrauen für das Amt des Vorsitzenden, Manuel Hagel von der Jungen Union erhielt 83% der Stimmen als Stellvertreter, Manfred Nothacker erreichte 84%. Kassiererin ist nach wie vor Margit Leonhard, sie wurde mit 96% der Stimmen gewählt, Schriftführer bleibt Hans Aierstock mit 90% Stimmenanteil und neuer Pressesprecher ist Andreas Braun, er geht mit 96% Stimmen ins Amt.
Ehingen, Adler -

Als Beisitzer kandidierten Alexander Baumann, Anton Guggemoos, Klaus Höpner, Oliver Klumpp, Rüdiger Sonnenstädt und Heinz Wiese für den Stadtbereich Ehingen, Helmut Bloching und Wolfgang Kopp für die Alb, Bärbel Kräutle und Josef Steinle für die Pfarrei, Otto Gräter für Gamerschwang, Willibald Dreher für Kirchen und Johannes Braun für Rißtissen, wobei alle Bewerber mit breiter Zustimmung gewählt wurden.

Hauptrednerin des Abends war die Bundestagsabgeordnete und Bundesministerin für Bildung und Forschung Dr. Annette Schavan. Sie dankte den Kandidaten für ihre Bereitschaft ein politisches Amt zu übernehmen, da dieses in der heutigen Gesellschaft nicht selbstverständlich sei.
In ihrem Bericht aus Berlin ging sie darauf ein, dass die CDU als letzte verbliebene Volkspartei einen hohen Anspruch und hohe Erwartungen zu erfüllen habe und daher nicht die Partei für einzelne Gruppen sein könne, sondern die Gesellschaft als Ganzes im Blick haben müsse. Diese Verantwortung für das Gemeinwohl brauche auch ein gutes Maß an Selbstbewusstsein, „wir müssen uns selbst imponieren, dann imponieren wir auch anderen!“
Trotz Krise mehr finanziellen Gestaltungsspielraum für Familien zu schaffen, Investitionen in Bildung und Forschung zu tätigen, Bildungsgerechtigkeit anzustreben, Chancen für Neuerungen z. B. im Automobilsektor zu nutzen, mit Ressourcen bewusster umzugehen, den ländlichen Raum als Ort zu sehen, wo Tradition und Innovation zusammenkommen, sieht sie als richtigen Weg zum Ziel.
Der christlich-liberale Koalitionsvertrag mit den Sammelbegriffen Wachstum-Bildung -Zusammenhalt lenke den Blick darauf, dass durch die demografischen Veränderungen das Zusammenspiel der Generationen, basierend auf Kultur, Gemeinwesen und Liberalität, für die Bewältigung der zukünftigen Aufgaben eine grundlegende Rolle spiele.
„Mit der CDU als prägende Kraft“ wünschte die Ministerin den Bürgern Zuversicht und den Mitgliedern viel Schwung im Wahlkampf 2011.

Herbert Brandl, Stadtverbandsvorsitzender monierte in seinem Bericht die Verluste bei der Bundestagswahl, machte aber deutlich, dass die unionsgeprägte Region trotz Krise nicht schlecht dastünde und forderte dazu auf, Selbstbewusstsein zu zeigen.
Auch der Ehrenvorsitzende der Ehinger CDU, Ventur Schöttle meinte „das Glas ist nicht halb leer, sondern halb voll“, viele erreichte Ziele würden von den Bürgern oft nicht als Leistung von CDU-dominierten Gremien anerkannt.
„Geborgenheit, Wärme, Lebensglück bedeuten Heimat“ und diese zu erhalten hat für den Stadtratsvorsitzenden Peter Groß hohe Priorität. Dies will er mit einer nachhaltigen, bürgernahen, zukunftsweisenden Politik und einem verantwortungsvollen Umgang mit den kommunalen Finanzen erreichen. Handeln und Zuversicht statt Krisengerede seien es auch, die einen mehr als erfreulichen Haushaltsplan für 2010 in Ehingen ermöglichen.

Für die Junge Union berichtete deren Vorsitzender Manuel Hagel, wobei er die Kommunalwahl 2009 als die „größte Baustelle“ bezeichnete, ebenso die Vorsitzende der Frauenunion, Jutta Uhl.

Der Landtagsabgeordnete Karl Traub berichtete über „Aktuelles aus Stuttgart“. In der Wirtschaftskrise sieht auch er eine Chance zu Neuerungen, mahnt aber den dazu notwendigen Zusammenhalt in der Partei an, denn „ die Wahl 2011 gibt keinen Morgenspaziergang“. Baden-Württemberg soll Gestalter der Krise sein, er hofft auf eine schnelle Aufwärtsentwicklung, lobt die Konjunkturprogramme des Landes, begrüßt die Ausgaben für Bildung und Straßenbau im Süden, hält es aber für unabdingbar ab 2012 den Schuldenabbau anzugehen.
 

aktualisiert von Peter Bausenhart, 07.02.2010, 16:16 Uhr