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10.07.2012, 10:00 Uhr
Thomas Bareiß MdB zur Energiewende: „In den nächsten Jahren eher zuviel Strom auf dem Markt“
Vor Ort bei der Ehinger Energie
 Der energiepolitische Sprecher der CDU CSU Bundestagfraktion,  Thomas Bareiß, bewertet die Risiken eines Stromüberschusses zu bestimmten Tageszeiten und bei entsprechenden Wetterlagen noch in den nächsten Jahren als gravierender, als die Sorge um Stromknappheiten. Durch die ungeregelte Produktion und Einspeisung komme das Leitungsnetz an die Grenzen der Leistungsfähigkeit. 
 Der energiepolitische Sprecher der CDU CSU Bundestagfraktion,  Thomas Bareiß, bewertet die Risiken eines Stromüberschusses zu bestimmten Tageszeiten und bei entsprechenden Wetterlagen noch in den nächsten Jahren als gravierender, als die Sorge um Stromknappheiten. Durch die ungeregelte Produktion und Einspeisung komme das Leitungsnetz an die Grenzen der Leistungsfähigkeit. Bareiß hatte sich in Begleitung des Landtagsabgeordneten Karl Traub und des CDU Kreisvorsitzenden Paul Glökler  bei der Ehinger Energie über die Situation auf dem regionalen Energiesektor kundig gemacht.

 Geschäftsführer Anton Guggemos hatte zahlreiche der vielfältigen Probleme im Rahmen der Energiewende intensiv erläutert, die dem Ehinger Unternehmen auf den Nägeln brennen.

So ist nach seinen Worten die Rechnungslegung im Rahmen des Energieeinspeisegesetzes  für Energieversorger sehr komplex. Auch die Bürokratie mit der Netz-Agentur sei sehr aufwendig.  Durch die sehr lange Diskussionsphase über die Anpassung der Einspeisevergütungen sei die Investitionssicherheit nicht mehr gegeben gewesen. Die Nachrüstung von Photovoltaik Wechselrichtern mit Steuerungselementen bis 2014 sei plötzlich in die Verantwortung der Energieversorger gelegt worden. Das bedeute die Abwälzung eines Problems auf einen Dritten mit begrenztem Zugriffsrecht.

Für die Umgestaltung der EnBW zu einem nachhaltigen Wirtschaftsunternehmen sei die Unterstützung durch die Politik erforderlich, um Baden Württemberg als Standort eines großen Energieversorgers langfristig zu sichern.

Für ein  intelligentes Stromnetz, die kommunikative Vernetzung und Steuerung von Stromerzeugern, Speichern, elektrischen Verbrauchern und Netzbetriebsmitteln in Energieübertragungs- und -verteilungsnetzen der Elektrizitätsversorgung, das eine Optimierung und Überwachung der mit einander verbundenen Bestandteile ermöglichen würde, fehlt bislang die Definition eines einheitlichen Standards.

Guggemos mahnte bei Bareiß und seinen Begleitern aus der Politik an, den Erkenntnissen  des ZSW zu folgen, das Einsparungen im Rahmen der Gebäudesanierung wesentlich höheren Nutzen bescheinigt, als Investitionen in die Stromerzeugung.


aktualisiert von Güngör, 23.07.2012, 20:40 Uhr